Vom Schlafen und Schreien...

Unser kleiner Schatz ist nun mittlerweile über 6 Monate alt und ein totaler Sonnenschein. Die Tage mit ihm sind toll und er bereitet uns so viel Freude :)
Tagsüber schläft er auch gut und eigentlich auch gut ein. Auch abends.

Die ersten Monate hat er nachts überdurchschnittlich lange am Stück geschlafen, was für uns natürlich fantastisch war.

Seit ungefähr drei Monaten (da hat ein großer Wachstumsschub bei ihm begonnen, mittlerweile ergänzt durch Zähnchen, ein kleiner Schnupfen und Husten...) kommt er ungefähr alle 2-3 Stunden.

Und ich muss sagen - na klar würde ich gerne länger (am Stück) schlafen. Gleichzeitig raubt es mir nur ziemlich wenig Energie, denn zumindest schläft er sofort wieder ein, wenn ich ihn anlege. Er nimmt (leider) keinen Schnuller, sodass er manchmal einfach immer noch die Brust benötigt, um sich zu beruhigen. Das  hat sich dann meistens schon nach 2-3 Minuten erledigt.


Gleichzeitig ist das Thema Schlafen unheimlich groß und wichtig... bei Freundinnen, Bekannten... allgemein im Elternkreis.

Man fühlt sich tatsächlich irgendwie unter Druck gesetzt, wenn das Kind noch nicht durchschläft und man es tatsächlich auch immer noch an die Brust lässt. Gleichzeitig hat man irgendwie das Bauchgefühl, dass es richtig ist, was man macht und es auch für unsere kleine Familie genau das ist, was für alle am wenigsten Stress und insgesamt dennoch noch am meisten Schlaf und Erholung bedeutet.

Und selbst wenn ich einmal total müde bin ... denke ich irgendwie immer, dass Henri noch etwas viel Größeres (was auch immer das sein kann) "plagt" und er vollkommen auf meine Hilfe angewiesen ist. D.h. er ist definitiv in wesentlich größerer "Not" als ich.


Wir haben uns bewusst für dieses Kind entschieden - Henri war ein absolutes Wunschkind. Aber selbst wenn nicht - wenn ich mich entscheide, ein Kind auf die Welt zu bringen und in meiner Familie aufzunehmen, dann entscheide ich mich auch für die Verantwortung und den damit einhergehenden Einsatz.

Ich habe wirklich bevor Henri da war sehr viel und sehr gerne geschlafen. Hätte ich mir vorher vorstellen sollen oder schon mal "proben" sollen, mit dem aktuellen Schlafmuster zurecht zu kommen... niemals.

Aber für so einen kleinen Menschen - da geht einfach so viel mehr. Und es fällt leicht - wenn man sich mit Haut und Haaren darauf einlässt und nicht in den "Widerstand" geht. In den eigenen, in den, den einen andere Menschen oder die Gesellschaft auferlegen möchte.


Dazu haben wir auch einen sehr schönen Artikel gefunden, den ich allen Eltern, alle die es werden wollen und an sich allen Personen ans Herz legen möchte, die mit Kindern und Eltern arbeiten. Er ist toll geschrieben und macht es einfach noch einmal deutlich, worum es geht. Und zwar auf lange Sicht! Bis ins Teenager- und Erwachsenen-Alter legen wir hier die Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein und eine tiefe (Selbst-)Liebe.


In diesem Sinne - eine gute Nacht :)