Die Wissenschaft der Emotionen und der Schlüssel zur Heilung – Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels haben wir betrachtet, wie emotional geladene Überzeugungen und Konditionierungen unsere Gesundheit auf biologischer Ebene beeinflussen. Jetzt wollen wir uns genauer mit der Physik der Emotionen beschäftigen.

"Harte" Wissenschaft

Von Dr. Manjir Samanta-Laughton, MBBS

Das scheint auf den ersten Blick ein absurdes Thema zu sein. Die Physik wird als „harte“ Wissenschaft gesehen, was häufig zu dem Schluss führt, dass so etwas Nebulöses wie Emotionen in der klar umrissenen objektiven Welt der Physik nichts zu suchen haben. Doch die Physik verändert sich und entwickelt sich in eine Richtung, in der sie die Wissenschaft der Emotionen und Überzeugungen erklären und sogar die Mechanismen von Heilprozessen offen legen kann. Tatsächlich sind viele erfolgreiche Therapien deshalb so wirkungsvoll, weil sie auf diesen Mechanismen beruhen.
 
Von allen wissenschaftlichen Fächern beschäftigt sich die Physik am meisten mit dem Verständnis des Wesens der Realität. Biologie und Medizin gründen ihre Weltsicht auf diesen Erkenntnissen; was in der Physik geschieht, wirkt sich auf alle anderen wissenschaftlichen Bereiche aus.
 
Als sich die Physik im 17. Jahrhundert - größtenteils durch die Arbeit von Isaak Newton - etablierte, stellte sie das Universum als eine Art Uhrwerk dar, völlig ohne Seele oder Bedeutung. In dieser Sicht ist auch der Mensch nichts als eine Maschine, die sich aus Molekülen zusammensetzt. Die moderne Medizin entwickelte sich einst auf der Basis dieser Weltsicht, und sie versucht immer noch, den Menschen zu reparieren, indem sie die Einzelteile repariert.
 
Und was geschieht, wenn sich die Physik jetzt weiterbewegt? Wie wirkt sich das auf die Art und Weise aus, wie wir unser Universum und uns selbst sehen? Mit der Morgenröte der Relativitäts- und Quantentheorie enthüllte die Physik, dass das Universum ein viel erstaunlicherer Ort ist, als Newtons Maschine. Albert Einstein zeigte uns, dass sich das Universum nicht nach der linearen Uhrzeit richtet, und die Quantentheorie ließ uns erkennen, dass die einzelnen Teile der Maschine gar keine festen Teile sind.

Der Stoff des Lebens

Bis zur Ära der Quantenphysik glaubten wir, dass die Welt aus festen Teilchen – Atomen – besteht, die sich zu Molekülen verbinden können. Interaktionen dieser Teilchen auf der physischen Ebene führen zum Beispiel zu biochemischen Reaktionen des Körpers. Wenn diese Reaktionen nicht funktionieren, beschäftigt sie sich die heutige Medizin größtenteils immer noch damit, diese molekularen Teilchen zu ersetzen.
 
Doch ein tieferer Blick in das Atom führte zu Überraschungen. Anstatt zu finden, dass die Objekte, die wir in der Welt sehen, auf einer soliden Substanz gründen, entdeckten die frühen Quantenphysiker eine Menge „So-gut-wie-gar-nichts“. Tatsächlich erweist sich die Grundsubstanz der Dinge als ziemlich ungreifbar. Auf der Grundsatzebene beschreibt man ein Teilchen heute als eine Wolke von Möglichkeiten – Möglichkeiten, wo sich dieses Teilchen befinden könnte (Quantenwellenfunktionen). Und was noch merkwürdiger ist: die Quantenphysik entdeckte, dass unsere Interaktionen mit dieser Informationswelle ihr Verhalten mit beeinflussen. Indem wir die Wellenfunktion auf bestimmte Weise messen, können wir einige ihrer Aspekte bestimmen. Diese Art der Messung bezeichnen wir als „Kollabieren der Wellenfunktion“. Das ist, als existiere das Teilchen in vielen verschiedenen Zuständen, bis wir es anschauen. Erst unser Blick veranlasst es letztendlich, sich festzulegen und zu entscheiden, was es ist. Diese merkwürdige Verhaltensweise liegt im Kern der scheinbar festen Objekte, die uns umgeben.
 
Diese Entdeckungen führten in der Quantenphysik zu dem Konzept, dass unser Universum von der Art und Weise geformt wird, wie wir es beobachten. Was ist dieses Beobachten? Um etwas zu beobachten, braucht es ein bewusstes Wesen. So interpretieren einige die Quantenphysik als Beweis, dass unsere Realität vom Bewusstsein erschaffen wird. Aber was ist Bewusstsein?

Das Bewusstseins-Paradox

Die Neurowissenschaft erklärt, dass Bewusstsein irgendwie aus den Aktionen unserer Neuronen im Gehirn entsteht. Doch auch unsere Neuronen bestehen aus Atomen und Molekülen, die auf diese merkwürdige Art zwischen Welle und Teilchen hin- und herschwanken. Wenn das Bewusstsein die Atome erschafft, die wiederum die Neuronen erschaffen, und wenn die Neuronen wiederum das Bewusstsein erschaffen – was war dann zuerst da, das Bewusstsein oder das Neuron?
 
Genau dieses Paradox haben Physiker wie Amit Goswami aufgezeigt. Goswami löst das Paradox, indem er sagt, Bewusstsein sei die Basis allen Seins und alle Materie gehe aus ihm hervor. Er wird hierin von einer Anzahl Physiker wie Fred Alan Wolf unterstützt. In dem Film „The Bleep“ wird gezeigt, wie sie über diese Sichtweise sprechen.
 
So sind wir mittels der „harten“ Wissenschaft der Physik wieder zu alten mystischen Weisheiten zurückgekehrt und haben erkannt, dass Bewusstsein alles ist und alles durchdringt. Endlich fand die Seele wieder ihren Platz in der Wissenschaft. Welche Rolle spielen Dinge wie Heilung, Glaubensmuster und Emotionen in dieser Sichtweise? Und welchen Platz nimmt eine informationsbasierte Heilmethode wie das BodyTalk-System in dieser Sichtweise ein?
 
Emotionen und Glaubensmuster sind ein Aspekt des Bewusstseins, aber solange in unserer wissenschaftlichen Weltsicht noch nicht einmal das Bewusstsein vorkam, wurden wissenschaftliche Diskussionen über Emotionen und emotional geladene Überzeugungen in einen Seitenzweig der Neurologie verbannt. Doch die neue Physik des Bewusstseins eröffnet uns die vielfältigsten Möglichkeiten. Sie erlaubt sogar die Vorstellung einer emotionalen Dimension des Universums, ein Konzept, dass wir noch weiter untersuchen werden.

Persönliche Alchemie

Der persönliche alchemistische Prozess wurde seit Jahrhunderten auf verschiedenste Weise entdeckt und praktiziert – zum Beispiel im Yoga, in alten vedischen Praktiken und bei modernen integrativen Ansätzen wie dem BodyTalk-System. Dieser Prozess bietet eine weitere kraftvolle Möglichkeit, Menschen von ihren essenziellen Illusionen (Kernthemen) zu befreien. Er könnte mit einem Konzept in der Physik - der Annihilation - verglichen werden. Hierbei verbinden sich ein Teilchen der Materie (ein Elektron) und ein Teilchen der Gegenmaterie (ein Positronen), um Licht zu erzeugen. Diese „Annihilation“ (Auslöschung) ist in der Physik bekannt, wird aber selten verwendet, um emotionale Heilung zu erklären (Bild 1).

Bild 1: Der Photonen-Antimaterie-Materie-Annihilationszyklus/Schöpfungszyklus (Die Farben haben keine spezielle Bedeutung)
Bild 1: Der Photonen-Antimaterie-Materie-Annihilationszyklus/Schöpfungszyklus (Die Farben haben keine spezielle Bedeutung)

Ein Elektron hat bestimmte Eigenschaften: Spin, Raumzeit, Ladung und Masse. Das gleiche gilt für sein Gegenteil, das Positron, aber mit gegensätzlicher Ladung, Spin, Masse und Raumzeit. Wenn diese beiden Partikel zusammenkommen, heben sie sich gegenseitig auf und bilden ein Lichtpartikel, ein Photon, das weder Masse noch keine Ladung besitzt und außerhalb der Raumzeit existiert.
 
Auf die gleiche Weise können wir Frieden mit unseren Emotionen und emotional geladenen Überzeugungen schließen. Wenn wir unsere emotionalen Überzeugungen und Wahrnehmungen durch die Brille von Angst und Urteilen betrachten, müssen wir zuerst unsere Perspektive verändern, um einen neutralen Blickpunkt einzunehmen. Anstatt die Polarität oder Trennung in einer Situation zu sehen (das Gute oder Schlechte, das Richtige oder Falsche) können wir jetzt dieselbe Situation in ihrer heilen Form erkennen. Sie war immer schon vorhanden, aber wir mussten zuerst die Perspektive wechseln, um sie zu sehen. Das ist, als brächten wir das Bewusstsein unserer gegensätzlichen Teilchen zusammen, um Licht zu bilden, und würden dabei die Masse und die Ladung in Bezug auf das Thema verlieren. Bei einigen Klienten kann man richtiggehend sehen, wie sie Körpergewicht verlieren, wenn Sie Ihre Themen für immer heilen. Das ist der Prozess, der durch die Jahrhunderte als persönliche Alchemie bezeichnet wird: Niedere Substanzen (Materie und Antimaterie) werden in Gold (Licht) verwandelt.
 
So haben wir gelernt, dass unsere Emotionen und unsere Perspektive geheilt werden, wenn wir unsere Materie und Gegenmaterie miteinander versöhnen und unser Bewusstsein in Licht verwandeln. Kein Wunder, dass der Begriff Lichtarbeiter existiert!

Das Spiegeluniversum

Weitere Untersuchungen zu diesem Thema zeigten mir, dass Physiker weltweit annehmen, dass eine mysteriöse Substanz – dunkle Materie – unsere Galaxien und Planeten umhüllt und sogar formt. Diese Substanz bildet eine Art Spiegeluniversum, welches das Universum, in dem wir leben, überschneidet und normalerweise unsichtbar ist. Einige Wissenschaftler glauben, dass diese dunkle Materie Antimaterie ist. Professor William Tiller hat die Eigenschaften dieses Spieluniversums erforscht und stützte sich dabei auf die Arbeit von James Clark Maxwell und Paul Dirac. Er kam zu dem Schluss, dass die Region der Antimaterie auf einer höheren Schwingungsrate vibriert als unsere. Das erklärt, warum wir sie nicht einfach erkennen können: Ihre Vibrationsrate ist zu hoch für unsere Augen und unsere Messgeräte – schneller als die Lichtgeschwindigkeit.
 
Der Zweig der Physik der sich mit Geschwindigkeiten „schneller als die Lichtgeschwindigkeit’“ befasst, ist derzeit in orthodoxen akademischen Kreisen ein heißes Thema. Was wir die Lichtgeschwindigkeit nennen, könnte einfach eine Darstellung der Grenze der dreidimensionalen Welt sein, in der wir normalerweise leben. Tatsächlich glauben einige Physiker, dass das Licht unendlich ist und auf vielen Ebenen oder Dimensionen existiert, wo es sich in verschiedenen Vibrationsraten ausdrückt. Die Materie auf unserer Alltagsebene vibriert mit einer bestimmten Geschwindigkeit, aber die Ebene der Antimaterie vibriert schneller als die der Materie und scheint deshalb unsichtbar zu sein.

Die Aura-Zone

Bislang haben wir erfahren, dass es eine für uns normalerweise unsichtbare Zone gibt, die als Spiegeluniversum neben uns existiert und die physische Welt formt. Wenden wir dasselbe auf den Menschen an, sollte es uns vertraut vorkommen: Ich glaube, diese Region der Antimaterie entspricht dem, was traditionell als Aura bezeichnet wird. Wie viele wissen, führt die Arbeit an der Aura zu physischen Veränderungen im Körper. Das stimmt mit den Beobachtungen überein, wie die dunkle Materie Galaxien formt: Dasselbe passiert mit uns. Wie oben, so unten. Der Grund, dass diese Zone dunkel erscheint, hat damit zu tun, dass sie zu schnell vibriert, als dass wir sie sehen könnten. Genauso können viele Menschen die Aura, die den Menschen umgibt, nicht sehen, obwohl manche ihre höheren Vibrationen spüren können. Wir nennen diese Menschen Hellseher.
 
In anderen Artikeln bin ich genauer darauf eingegangen, wie Materie und Antimaterie in der Form von Lichtspiralen aus einer unendlichen Quelle erscheinen. Dasselbe gilt für viele Phänomene des Universums von den Planeten bis zu den Chakren. Bei einem Chakra entspricht das dem Punkt, an die sich beiden Seiten „aufspalten“ und zum Körper und der Aura werden (Bild eins). So hat die aufmerksame Bewusstseinsarbeit an der Aura oder den Chakren, wie sie im BodyTalk und anderen Systemen ausgeübt wird, die Macht, den physischen Körper zu beeinflussen.
 
Wir haben gesehen dass eine Lösung im Gebiet der Antimaterie (Aura) und der Materie (Körper) einen Konflikt ins Licht bewegen und den Menschen heilen kann. Die wichtigsten Möglichkeiten, um das zu erreichen, ist Anwendern, die eine gewisse Erfahrung mit Klienten haben, bekannt - ganz gleich, was für ein Training sie genossen haben.
 
Die veränderte Wahrnehmung führt zu der Erkenntnis, dass der emotionale Konflikt, der behandelt wurde, in Wirklichkeit schon immer geheilt war, und uns nur unser eigenes Urteil über die Situation in einen Konflikt verwickelt hat. Das Bewusstsein der Antimaterie und der Materie wird in das in das Licht zurückgeführt. Das kann nur geschehen, wenn der Betreffende bereit ist. Es gibt viele Methoden, die das ermöglichen – von der schlichten Anwendung der Intuition in einem gegebenen Augenblick zu einem System wie dem BodyTalk-System. Durch die aufmerksame Bewusstseinsarbeit am KörperGeist als  Ganzem wird ein Resonanzprozess zwischen dem Bewusstsein des Anwenders und demjenigen des Klienten in Gang gesetzt. Das kann Materie und Antimaterie wieder ins Licht führen und die Ordnung und Kohärenz des Klienten erhöhen.

Bild 2: Die Antimaterie (den Aurabereich und den Körper-Materiebereich eines Menschen) anhand der Chakren
Bild 2: Die Antimaterie (den Aurabereich und den Körper-Materiebereich eines Menschen) anhand der Chakren

Aura – Bereich der Antimaterie – grün dargestellt
Körper – Bereich der Materie – grau dargestellt
Heilung durch emotionale Lösung, zum Beispiel NLP oder BodyTalk
Heilung über die Hände am oder über dem Körper mithilfe reiner Absicht/span>

Zusammenfassung

In den beiden Teilen dieses Artikels haben wir gesehen, dass wir uns in einem wissenschaftlichen Übergang befinden: Von einer Welt mechanischer Teile zu einer Welt voller Bewusstsein und Seele. Wo das alte wissenschaftliche Paradigma keinen Rahmen für Emotionen oder Überzeugungen bot, hat die neue Vision der Wissenschaft die Fähigkeit, diese menschlichen Eigenschaften mit einzubeziehen. Wir können auch den Zusammenhang zwischen einer veränderten Wahrnehmung und emotionaler Heilung erkennen, und verstehen jetzt die Mechanismen die das ermöglichen.

Über die Autorin

Dr. Manjir Samanta-Laughton ist eine preisgekrönte internationale Sprecherin und Bestsellerautorin, Ärztin, Bioenergie-Therapeutin und ganzheitliche Behandlerin im Bristol Cancer Help Centre, und sie hat sich darum verdient gemacht, neuste wissenschaftliche Erkenntnisse und Spiritualität zu verbinden.