Die Wissenschaft der Emotionen und der Schlüssel zur Heilung – Teil 1

Seit der Entdeckung der Struktur der DNS von Watson und Crick vor 50 Jahren war die Wissenschaft davon überzeugt, dass alles, was es über einen Menschen zu wissen gibt, in seinen Genen – als „Alphabet“ seiner DNS – geschrieben steht. Wir gingen in unserer Arbeit von der Prämisse aus, dass die Gene alle Mechanismen im Menschen steuern.

Was bewegt uns? Und zwar jenseits der Erkenntnisse von Watson und Crick.

Von Dr. Manjir Samanta-Laughton, MBBS

So glauben wir, dass wir einfach nur alles über unsere Gene wissen müssten, um zu erkennen, was uns menschlich macht. In dieser Sicht kontrollierten die Gene komplett unsere Gesundheit und unsere Krankheiten, und um eine Krankheit zu heilen, musste man nur ein fehlerhaftes Gen reparieren. Das führte regelmäßig zu Schlagzeilen über wissenschaftliche Entdeckungen wie z.B. die Entdeckung des Krebs-Gens oder des Alzheimer-Gens.


Es führte außerdem zu einem Wettrennen mit dem Ziel, als Erster den Code der menschlichen DNS zu knacken und herauszufinden, was die einzelnen Gene eigentlich tun. Das Human Genome Project, das sich mit dieser Aufgabe befasste, kam vor drei Jahren zu seinem Abschluss – mit ein paar ziemlich unerwarteten Resultaten, die uns zwangen, unsere Vorstellungen von den Verhaltensweisen unserer Zellen komplett zu revidieren. Diese Resultate waren etwas peinlich und wurden bislang mehr oder weniger unter Verschluss gehalten.

Es war nämlich so: Bevor das menschliche Genom entschlüsselt wurde, hatte die Wissenschaft schon die Genome von Organismen wie Fruchtfliegen und Mäusen entschlüsselt, und die Forscher erwarteten aufgrund ihrer Hochrechnungen, dass das menschliche Genom etwa 120.000 Gene enthalten würde. Die allgemeinen Verhaltensweisen eines Menschen sind insgesamt viel komplexer als diejenigen einer Fruchtfliege, und wenn man davon ausgeht, dass wir von unserer DNS kontrolliert werden, müssten wir eine Menge mehr Gene haben als eine Fruchtfliege mit ihren 14.000 Genen.

Doch die Forschung zeigte, dass wir Menschen nur etwa 34.000 Gene besitzen. Das war viel weniger als erwartet. Wir haben nur fünfmal so viele Gene wie Bakterien und etwa genauso viele wie Mäuse.

Heute – drei Jahre nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms – beginnt sich die Forschung so langsam diesen Tatsachen zu stellen. Ein Artikel in der Wissenschaftszeitschrift „New Scientist“ im Februar 2014 gab zu, dass das, was uns zu Menschen macht, nicht unsere Gene sind.

Was macht uns also menschlich, wenn unser Genom fast genauso aussieht wie das Genom einer Maus? Zur Zeit werden gewisse regulierende Gene untersucht, weil angenommen wird, dass sie den Schlüssel zu unserem Menschsein enthalten. Wir können nur hoffen, dass es keine weiteren 50 Jahre dauert, bis jemand die offensichtliche Frage stellt: „Okay – und WAS reguliert die regulierenden Gene?“

Aber genug über die Verwirrungen in der Mainstream-Wissenschaft! Jeder Mensch mit genug Erfahrung im Heilungsbereich und bei der Arbeit mit emotional geladenen Glaubensmustern wird kaum bezweifeln, dass die Regulierung der menschlichen DNS nicht innerhalb der DNS selbst stattfindet, sondern von außen kommt. Solche Menschen haben selbst erlebt, wie dramatisch sich die Lösung von Aurablockaden, emotionalen Themen und einschränkenden mentalen Mustern auf die physische Gesundheit auswirkt. Derartige Beobachtungen lassen darauf schließen, dass wir durch die Auflösung einschränkender Muster in der Aura und dem emotionalen und mentalen Körper eine Form der Heilung anstoßen, die sich auf die Zellen auswirkt und sogar die Art und Weise verändern kann, wie sich die DNS ausdrückt.

Was passiert da eigentlich wirklich – und warum funktioniert es? In dieser zweiteiligen Serie werde ich die Wissenschaft der Emotionen untersuchen und herausfinden, wie die tiefe Auflösung von Überzeugungen und emotionalen Themen oft zu physischer Heilung führen kann. In diesem ersten Teil möchte ich die neusten Entdeckungen in der Biologie hinzuziehen und die entscheidende Rolle der Emotionen in Bezug auf unsere Gesundheit demonstrieren.
Im zweiten Teil betrachten wir die Prinzipien der Quantentheorie und der Kosmologie, und entdecken, wie uns die neue Physik in Verbindung mit der Biologie neue Erkenntnisse darüber liefern kann, warum Heilung funktioniert.

Liptonsche Biologie

Wir haben gerade gesehen, dass die Idee der genetischen Vorbestimmung nicht haltbar ist. Die Kontrolle unserer Zellen liegt nicht in unseren Genen. Unsere Gene liefern die Codes zur Produktion von Proteinen, die in unserem Körper viele Funktionen erfüllen: von Enzymen zu beschleunigten Reaktionen zu strukturellen Komponenten in unseren Haaren und Nägeln. Die Reproduktion der DNS ist auch ein Schlüsselfaktor bei der Zellteilung, einem Prozess, der bei Krebserkrankungen außer Kontrolle zu geraten scheint. Was ist es also, was wirklich unsere DNS kontrolliert?

Dr. Bruce Lipton, ein Pionier in der Molekularbiologie, argumentiert seit einigen Jahren gegen das Dogma des genetischen Determinismus, das die Mainstream-Wissenschaft gerade erst als falsch zu durchschauen beginnt. Er zeigt, dass die Kontrolle in der Zelle von Signalen der Zellmembran ausgeht.

Proteine, die in die Zellmembran eingebettet sind, können außerhalb der Zelle „sehen“ und Botschaften von Chemikalien im Blutstrom aufpicken, die dann eine Reaktion in dem jeweiligen Membran-Protein auslösen, welches schließlich Signale an die DNS im Zellkern sendet. Studenten der Molekularbiologie werden sehen, dass sich das nicht allzu sehr von der üblicherweise gelehrten Sichtweise unterscheidet, nur hat in Liptons Sicht die Kontrolle ihren Ursprung außerhalb der Zelle und nicht in der DNS.

Lipton geht noch weiter: Wie werden die chemischen Botschaften an die Zelle im Blutstrom reguliert? Sie werden als Reaktion auf die äußere Umgebung des Organismus ausgeschüttet. Wenn man also zum Beispiel glaubt (bewusst oder unbewusst), dass Mäuse gefährlich sind, wird man, wenn man eine Maus sieht, eine Angstreaktion erleben. Die entsprechenden Chemikalien werden im Blutstrom ausgeschüttet und von den Zellen und der DNS in eine passende Reaktion übersetzt.

Und was geschieht, wenn man Mäuse nicht für gefährlich hält? Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis der Rolle, die unsere Überzeugungen und Emotionen in Bezug auf unsere physische Gesundheit spielen. Die Reaktion auf die Maus basiert auf der psychologischen Einstellung und den Überzeugungen eines Menschen, die er durch seine Lebenserfahrungen gewonnen hat – und diese seine Einstellung und seine Überzeugungen (bezw. Glaubensmuster) bestimmen, wie der Betreffende seine Umgebung (zum Beispiel, ob eine Maus gefährlich ist) wahrnimmt und einschätzt. Lipton demonstriert auf diese Weise, dass unsere Wahrnehmung die Kontrollinstanz für die Zelle ist. Die Wahrnehmung entscheidet, wie die Übersetzung in unsere DNS ausfällt.

Unsere Wahrnehmung basiert auf unseren Überzeugungen und emotionalen Einstellungen. Und wenn wir unsere Überzeugungen und unsere emotionalen Themen klären, führt derselbe Auslöser in unserer Umgebung nicht länger zu derselben Reaktion.

Die neue Medizin

Dr. Ryke Geerd Hamer, ein ehemaliger Onkologe aus München, hat auch die Wirkungen von Schockerlebnissen auf den Zellmechanismus untersucht. Seine „Neue Medizin“ ist das Resultat von seinen mehr als 20 Jahren währenden Forschungen an über 31.000 Patienten. Dank ihrer extremen Genauigkeit können uns seine Forschungen als wertvolle Ressource im Gebiet der Geist-Körper-Medizin dienen, die zweifelsfrei die Sicht untermauert, dass Wahrnehmungen die Auslöser von emotionalen Reaktionen sein können, die zu Veränderungen in der Biologie führen.

In der Sicht der Neuen Medizin reagiert ein Mensch, der einen plötzlichen Schock erleidet – zum Beispiel, wenn er von dem Verlust eines geliebten Menschen erfährt – mit einer entsprechenden Reaktion in einem Organ und dem dazugehörigen Gehirnareal.

Schocks, die mit Überlebenssituationen wie einem Territoriumsverlust zu tun haben (entspricht im modernen Leben z.B. ein Konflikt mit dem Chef), erzeugen Reaktionen in primitiveren Gehirnarealen. Der Schock führt zu einer ringförmigen Gewebeverletzung, die in Gehirnscans sichtbar werden kann.

Je nach Art des Schocks wird diese Verletzung in einem bestimmten Bereich stattfinden und sich auf ein Organ auswirken, das embryologisch mit dem betreffenden Gehirnareal in Verbindung steht. Das betreffende Organ könnte zum Bespiel reagieren, indem es einen bestimmten Zelltypus in größeren Mengen produziert, was zu eine Erkrankung führt, die wir Krebs nennen. Hamer hat so viele Gehirnscans von Menschen studiert, die einen Schock oder Konflikt erlitten hatten, dass er jetzt allein aus einem Scan schließen kann, wo der Körper wahrscheinlich betroffen sein wird und was für ein Konflikt es war.

Hamer hat auch erkannt, dass Erkrankungen wie Krebs keineswegs sinnlose Fehler des Körpers sind, sondern die Art und Weise darstellen, wie der Körper das Gleichgewicht wiederherstellt. So kann zum Beispiel bei einer Frau, die einen Trennungskonflikt mit ihrem Kind erlebt hat, das Drüsengewebe der linken Brust befallen sein.

Das ist, als wollte der Körper die kurze Zeitspanne mit dem Kind ausgleichen und produziert deshalb mehr Milch. Das Gehirnareal, das mit dem Drüsengewebe der Brust in Beziehung steht, ist das Kleinhirn – ein älterer Teil des Gehirns, der in solchen Fällen bei einem Gehirnscan Verletzungen aufweisen kann. Werden Glaubensmuster und emotionale Konflikte, die auf das Drüsengewebe der Brust wirken, behoben, normalisiert sich das Gewebe wieder. Dieses Muster läuft nicht unbedingt bei jedem Schock oder Konflikt genauso ab, und deshalb ist es wichtig, die natürliche Abfolge eines jeden Typus zu verstehen.

Hamers Forschung zeigt uns außerdem, wie wichtig die individuelle Wahrnehmung eines Konfliktes ist: Wenn dieselbe Frau ihren Partner wie ein Kind betrachtet, kann ein Schock in Bezug auf den Partner dieselben Muster erzeugen wie bei einem Kind. Es ist deshalb wichtig, die individuellen Unterschiede verschiedener Menschen in Bezug auf Schocks zu verstehen.

Die Entdeckungen der Neuen Medizin zeigen, wie wichtig es für die Gesundheit ist, emotionale Traumen zu heilen. Und aus der Perspektive von BodyTalk können wir noch tiefer gehen und die von pathologisch-einschränkenden Überzeugungen und Konditionierungen verursachten inneren Konflikte auflösen.

Im BodyTalk können wir mentale, emotionale und physische Konflikte mithilfe einer auf Prioritäten basierten Erforschung - geleitet von der inneren Weisheit des Körpers - auflösen. Wenn das Konzept „das Bewusstsein kommt zuerst“ wahr ist, führt uns diese Erforschung Von-oben-nach-unten tiefer zu den Wurzeln der dysfunktionalen Überzeugungen und Konditionierungen, die das Resultat von Erfahrungen sind, die wir in unserem Leben angezogen haben und von den angelernten Reaktionen, die wir entwickelt haben, um klarzukommen

Weitere Informationen:
Bruce Lipton www.brucelipton.com
Ryke Geer Hamer www.newmedicine.ca / www.neue-medizin.de
BodyTalk System www.bodytalksystem.com

Über die Autorin

Dr. Manjir Samanta-Laughton ist eine preisgekrönte internationale Sprecherin und Bestsellerautorin, Ärztin, Bioenergie-Therapeutin und ganzheitliche Behandlerin im Bristol Cancer Help Centre, und sie hat sich darum verdient gemacht, neuste wissenschaftliche Erkenntnisse und Spiritualität zu verbinden.